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Sonntag, 22. April 2012

Burda und das Twitter-Drama

Er gilt als ein Mensch, der neuen Dingen gegenüber äußerst aufgeschlossen ist. So investierte der Verleger Hubert Burda schon so früh in Europe Online, als hierzulande kaum noch jemand wusste, wie man „Internet“ überhaupt buchstabiert. Heute lässt er Online-Koryphäen aus aller Welt einfliegen, um bei der Konferenz DLD (Digital Life Design) den Blick noch mehr in die Zukunft richten zu können.

In diesen Tagen jedoch war Burdas Weitblick eingeschränkt, ganz oben, im siebten Stock seines Büros in der Münchner Arabellastraße 23. Zweige hingen an einer Stelle vom Dach herunter. Jede Menge Geäst trübte seinen Blick, das gab es noch nie. Was war das nur? Eine Falle? Ein Wood-Ausbruch? Ein Natur-Ereignis? Das musste schnell geklärt werden. Also schickte der Verleger seine mutigsten Mitarbeiter zur investigativen Recherche aufs Dach – inklusive einem Paparazzo. Und der lieferte den Fotobeweis: Bei Burda hatte sich ein neuer Nachbar eingenistet - mit ordnungsgemäß abgelegten Eiern.

Eier-Attacke im 7. Stock.                         Foto: Burda INSIDE
Die Intranet-Hauspostille „Burda INSIDE“ informierte augenblicklich – augenzwinkernd - ihre Mitarbeiter  über den fast schon hitchcockartigen Vogel-Angriff auf den Verleger und versprach, die Kollegen auf dem Laufenden zu halten. So konnte wenig später via Intranet weltexklusiv verkündet werden, dass die drei prominenten Babies geschlüpft waren. Burda INSIDE bekam gar heraus, wer die Eltern waren: „Laut übereinstimmender Augenzeugenberichte von Beobachtern und der Analyse einer Expertin handelt es sich bei den Burda-Birds um Krähen.“

Echt-Twitter bei Burda.                                Foto: Burda INSIDE
Für Digital-Trends-Friend Burda muss es ein völlig neuartiges Erlebnis sein, was ihm da von den Dächern her gezwitschert wird: Twitter in seiner reinsten Urform.

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